
Patchwork ist eine Technik der textilen Gestaltung, bei der Stücke aus Filz, Leder, Pelz, Gewebe aus Seide, Leinen, Baumwolle u.a. zu einer größeren Fläche zusammengenäht werden. Die Patchwork Stoffteile werden aneinander oder aufeinander genäht. Falls die Teile aneinander genäht werden, so spricht man von pieced work oder Mosaik-Patchwork; werden die einzelnen Teile aufeinander gelegt und mit unterschiedlichen Stichen fixiert, so spricht man von Applikation.
Patchwork lässt sich bis ins 1. vorchristliche Jahrtausend in Ägypten und Zentralasien nachweisen. Zeltbahnen, Decken, Kleidung wurden mit Patchwork gestaltet. Die Muster und Farben hatten hohen symbolischen Wert: sie sollten Unheil abhalten, Fruchtbarkeit bringen, dem Träger Glück oder Ansehen verschaffen. In Europa, wohin Patchwork mit den Kreuzrittern gelangte, stand die Resteverwertung im Vordergrund. Wärmende Bettdecken wurden in Patchwork angefertigt.
Heute werden Patchworkarbeiten eher nach gestalterischen Gesichtspunkten angefertigt. Waren zunächst Bettdecken (Quilt) Hauptgegenstand der Gestaltung, so werden daneben künstlerische Patchworkarbeiten „für die Wand“ entworfen und ausgeführt. Textilkünstler und -künstlerinnen arbeiten mit Patchwork, etwa Ria Keel-Traber.
Die Patchwork Gilde Deutschland e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das traditionsreiche Patchwork- und Quilt-Kunsthandwerk zu fördern und zu pflegen. Ihre mehr als 7000 Mitglieder finden sich überall in Deutschland.
(Quelle: Wikipedia.de)